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Fraunhofer-Studie: Beschäftigung bei Volkswagen im Jahr 2030

Fraunhofer-Studie: Beschäftigung bei Volkswagen im Jahr 2030

Durch E-Mobilität und Digitalisierung wird der Beschäftigtenbedarf bei Volkswagen weniger stark sinken, als wissenschaftliche Studien für die Automobilindustrie bislang nahelegten. Vor allem ist es möglich, die Transformation der Belegschaft nachhaltig zu steuern, wenn bei Volkswagen frühzeitig die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden. Eine Schlüsselrolle übernimmt dabei die umfassende Qualifizierung der Belegschaft für die Zukunftsthemen. Das sind die zentralen Ergebnisse eines Forschungsprojekts des Fraunhofer-Instituts für Organisation und Arbeitswirtschaft IAO in Stuttgart.

Die Wissenschaftler haben die Auswirkungen der Transformation auf die Beschäftigung bei Volkswagen untersucht. Auftraggeber der Studie ist der unabhängige Nachhaltigkeitsbeirat des Volkswagen Konzerns. Ex-DGB-Chef Michael Sommer (Beiratsmitglied und Schirmherr der Studie): „Unsere Ergebnisse zeigen: Die negativen Auswirkungen auf die Beschäftigung werden nicht so dramatisch sein wie befürchtet. Wir können das steuern.“ Frühere Studien sagten für den Umstieg auf Elektromobilität Beschäftigungsverluste zwischen 35 und 62 Prozent in der gesamten deutsche Automobilbranche bis ins Jahr 2030 voraus.

Die Studie betrachtet im Zeithorizont bis 2030 sowohl die möglichen Beschäftigungsverluste durch Elektromobilität im Bereich der Fahrzeugfertigung als auch im Bereich der Komponentenfertigung. Im Ergebnis werden die Beschäftigungsverluste durch Elektromobilität in der Fahrzeugfertigung weitaus geringer ausfallen. Stärker betroffen ist der Bereich der Komponentenfertigung, da der Arbeitsaufwand für den elektrischen Antriebsstrang hier im Gegensatz zum herkömmlichen Antrieb sinkt. Im Unternehmen sind daher frühzeitig strategische Gegenmaßnahmen ergriffen worden, um die Beschäftigungseffekte infolge der Elektromobilität abzufedern, zum Beispiel durch das Erschließen neuer Kompetenzfelder wie der Batteriezellentwicklung und -fertigung.

Was den zweiten Treiber Digitalisierung angeht, ist mittelfristig sogar zunächst mit einem Jobzuwachs zu rechnen, da die Umsetzung sehr komplex ist und entsprechende Ressourcen erfordert.

Bei Volkswagen hat das Team „Konzern HR Strategie und Innovation“ um Thymian Bussemer und Projektleiterin Ann-Kathrin Dohme die Studie über 18 Monate eng begleitet. Bussemer: „Diese Studie ist spezifisch auf Volkswagen zugeschnitten und bietet damit einen enormen Wert für das Unternehmen. Bisherige Globalstudien haben einen wahren Beschäftigungs-Tsunami durch E-Mobilität und Digitalisierung vorausgesagt. Die Untersuchung am konkreten Beispiel Volkswagen hat gezeigt: Die Realität ist komplexer. Wir erleben in den kommenden Jahren ein Nebeneinander von Auf- und Abbau, von Umqualifizierung und neu hinzukommenden Fähigkeiten. Die Studie hilft uns, diese bevorstehende Transformation proaktiv und beschäftigtenorientiert zu gestalten.“  

Erste empirische Studie zum Thema

Fast ein Jahr lang haben die Fraunhofer Forscher 60 Expertengespräche mit Vertretern aller Geschäftsbereiche bei Volkswagen geführt und über 30 Beschäftigtengruppen analysiert. Institutsleiter Prof. Wilhelm Bauer: „Für uns als Forschungseinrichtung ist eine so intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit wie in dem Projekt mit Volkswagen besonders wertvoll. Sie gibt Impulse, die Transformation positiv zu gestalten und soll allen Akteuren im Ökosystem der Automobilindustrie Mut machen, Veränderungsprozesse offen und kooperativ anzugehen.“

Rund fünf Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland hängen direkt oder indirekt mit der Automobilindustrie zusammen. Bislang waren Studien über die Zukunft dieser Arbeitsplätze auf statistische Daten, globale Zahlen und Modellrechnungen aus der Gesamtindustrie begründet, die zu hohen Prognosen für den Beschäftigungsabbau geführt haben. Projektleiter Dr. Florian Herrmann, Institutsdirektor am Fraunhofer IAO: „Die Auswertung der unternehmensspezifischen Daten von Volkswagen zeigt, dass es keinen einheitlichen Trend der Beschäftigungsentwicklung für die nächsten zehn Jahre gibt. Je nach Bereich können neue Arbeitsplätze entstehen, wegfallen oder sich inhaltlich stark verändern.“ 

Kurzfassung und zentrale Ergebnisse
Kurzfassung
15.12.2020
Beschäftigung 2030 - Auswirkungen von Elektromobilität und Digitalisierung auf die Qualität und Quantität der Beschäftigung bei Volkswagen
Zur kompletten Studie
15.12.2020

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