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„Ich erwarte Respekt vor dem Charakter Astypaleas“

„Ich erwarte Respekt vor dem Charakter Astypaleas“

Auf der Insel Astypalea haben Griechenland und der Volkswagen Konzern ein Pilotprojekt für nachhaltige Mobilität und Energieversorgung gestartet. Ein Campingplatzbesitzer berichtet, welche Chancen und Herausforderung die Pläne mit sich bringen und der Generalimporteur gibt Einblicke zum öffentlichen Elektro-Carsharing. Wissenschaftler begleiten das Projekt.

Wenn Giorgios Giannoulis, für seine Gäste George, an die Zukunft von Astypalea denkt, hat er ein schönes Bild vor Augen: Er sitzt auf seinem Balkon, schaut in den Sonnenuntergang und genießt die Ruhe. Kein Motorengeräusch stört ihn. Sein halbes Leben hat der 52-Jährige auf der kleinen Insel in der Ägäis verbracht. Er führt dort einen Campingplatz und die örtliche Feuerwehr. Nun wird Astypalea zum Zukunftslabor für nachhaltige Mobilität und Energieversorgung: Leise E-Fahrzeuge sollen Schritt für Schritt herkömmliche Autos und Zweiräder ablösen. Lokal erzeugter Grünstrom wird Dieselgeneratoren ersetzen. „Es ist schön, dass wir die Zukunft mitgestalten. Aber ich lege auch Wert darauf, dass unsere Insel ihr Gesicht behält“, sagt Giannoulis.

Mit der Inbetriebnahme der ersten Elektrofahrzeuge ist das gemeinsame Projekt des Volkswagen Konzerns und der griechischen Regierung vor Kurzem einen wichtigen Schritt vorangekommen. Auf Astypalea ist nicht nur das erste vollelektrische Polizeiauto Griechenlands im Einsatz – auch der Verkauf von E-Modellen an Privatkunden startet Ende Juni. In den kommenden Monaten soll die E-Mobilität dann Schritt für Schritt sichtbarer werden.

„Unsere Gäste mögen alternatives Reisen. Umweltschutz liegt ihnen am Herzen. Sie werden deshalb offen sein für den Wechsel zur E-Mobilität.“

Giorgios Giannoulis

George Giannoulis glaubt, dass die Transformation gut zu seinem Camping-Geschäft passt. Nach coronabedingter Schließung wird er den Platz im Juli wieder öffnen. „Unsere Gäste mögen alternatives Reisen. Umweltschutz liegt ihnen am Herzen. Sie werden deshalb offen sein für den Wechsel zur E-Mobilität“, sagt Giannoulis. Auch er selbst wird sein herkömmliches Auto gegen ein E-Fahrzeug tauschen, um Einkäufe zu erledigen, seine Eltern zu besuchen und gelegentlich Touren auf dem griechischen Festland zu unternehmen. „Ich bin gespannt, wie gut das E-Auto in meinem Alltag funktioniert. In ein paar Monaten weiß ich mehr“, sagt er.

Der 52-Jährige verhehlt nicht, dass er auch Risiken sieht: „Die Menschen kommen, um unsere schöne Insel zu genießen. Das dürfen wir nicht gefährden, indem nur noch Windräder und Solaranlagen das Bild bestimmen.“ Georges Forderung: Volkswagen und die griechische Regierung müssten dafür sorgen, dass die Insel auch auf lange Sicht von der Umstellung profitiert. „Ich erwarte Respekt vor dem Charakter und der Geschichte Astypaleas“, betont er. Als Chef von Rettungsdienst und freiwilliger Feuerwehr wünscht sich George Giannoulis zudem praktische Hilfe, um seine 20 Ehrenamtlichen für kommende Unfälle mit E-Fahrzeugen zu trainieren.

Es sind ganz ähnliche Themen wie im Rest der Welt, die die Menschen auf Astypalea bewegen. Die Transformation der Insel eignet sich daher als einmaliges Versuchslabor: Wie im Zeitraffer lassen sich hier die Chancen und Herausforderungen beobachten. Das gesamte Projekt wird wissenschaftlich begleitet. Experten der Universität Strathclyde (Schottland) und der Universität der Ägäis (Griechenland) werden das Feedback der Menschen sammeln und auswerten. Ihre Forschung soll dazu beitragen, die Perspektive der Insel-Gemeinschaft systematisch einzubeziehen und damit eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg des Projekts zu schaffen. Die Ergebnisse der Wissenschaftler werden auch anderen Regionen wertvolle Hinweise geben und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt (siehe Interview).

Von einer autarken, nachhaltigen Energieversorgung können die Insel Astypalea und ihre Bewohner erheblich profitieren – auch finanziell. Bisher bezieht Astypalea Diesel, Benzin und Gas vom Festland. Ebenso wie die meisten Nahrungsmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs muss es aufwendig per Schiff auf die Insel transportiert werden. Zehn Stunden dauert die Überfahrt vom zentralen griechischen Hafen in Piräus. Das macht das Leben auf der Insel teuer. Immerhin: Als eine von nur wenigen Inseln dieser Größe verfügt Astypalea über eine eigene Wasserversorgung. In den Bergen oberhalb des Hauptortes Chora gibt es unterirdische Quellen sowie einen Stausee.

Für Kraftstoffe jedoch zahlen die Astypaliten im Schnitt 25 Prozent mehr als auf dem Festland. Davon ist auch die Stromversorgung betroffen, Dieselgeneratoren decken bisher den lokalen Energiebedarf. Eine eigenständige Stromversorgung wird hier für große Einsparungen sorgen.

Öffentliches Carsharing und ein neues Nahverkehrssystem sollen zudem die Notwendigkeit eines eigenen Autos reduzieren. Geeignete Elektrofahrzeuge für das Carsharing wird der griechische Volkswagen Generalimporteur Kosmocar nach Astypalea liefern. Sie sind für die Flotten der lokalen Autovermieter vorgesehen. Gemeinsam mit Kosmocar werden diese Unternehmen zum Betreiber des Carsharings, das sich an Touristen wie an Einheimische gleichermaßen richtet. Die Fahrzeuge werden online in einem Flottenmanagement-System vernetzt sein. Damit, so ein Kosmocar-Vertreter, lässt sich beispielsweise verhindern, dass Besucher der Insel eine Strecke falsch einschätzen und in einer entlegenen Bergregion liegenbleiben.

Für den öffentlichen Nahverkehr ist ein Shuttle-on-Demand-Angebot geplant. Bislang operiert auf Astypalea lediglich ein privates Busunternehmen – und zwar vor allem in den Sommermonaten, wenn viele Besucher für ausreichend Nachfrage sorgen. Außerhalb der Saison existiert bisher kein Angebot. Das soll sich bald ändern, wenn die Gemeinde unter Beteiligung der privaten Transportunternehmen ein konstantes Nahverkehrsangebot anbietet – voll elektrisch, versteht sich.

Film Astypalea

The Greek island of #Astypalea is set to become an electric island. This was agreed on by Volkswagen and the Greek government. Now, #VWGroup CEO Herbert Diess and Prime Minister Kyriakos Mitsotakis have handed over the first electric cars. Enjoy some impressions of the event!

#ShapingMobility

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Astypalea: Green light for the electric island

„Wir geben der Insel-Gemeinschaft von Astypalea eine Stimme“

Dr. Francesco Sindico ist Gründer und Co-Direktor des Strathclyde Centre for Environmental Law and Governance. Er lehrt internationales Umweltrecht an der Universität Strathclyde in Glasgow, Schottland. Gemeinsam mit der Universität der Ägäis begleiten die schottischen Forscher die Entwicklung auf Astypalea.

Was ist das Ziel Ihrer Studie?

Wir werden systematisch untersuchen, was die Bewohner von Astypalea über das Projekt des Volkswagen Konzerns und der griechischen Regierung auf ihrer Insel wissen und wie sie darüber denken. Zahlreiche Beispiele zeigen: Auch gut gemeinte Initiativen können nur erfolgreich sein, wenn sie die Wünsche und Bedenken der betroffenen Menschen einbeziehen. Die Bewohner müssen spüren, dass die Veränderungen ihren Alltag verbessern – sonst werden sie den Wandel nicht mittragen. Unsere Rolle: Wir geben der Insel-Gemeinschaft von Astypalea eine Stimme und spielen unsere Erkenntnisse an die Initiatoren zurück.

Wann werden erste Ergebnisse vorliegen?

Die erste Erhebung per Fragebogen findet bereits in den kommenden Wochen statt. Darauf folgen weitere Interviews, sodass wir voraussichtlich im Spätsommer einen ersten Bericht vorstellen können. In den kommenden drei Jahren werden wir die Erhebung jährlich wiederholen, um Veränderungen im Stimmungsbild sichtbar zu machen.

„Astypalea hat die Möglichkeit, ein Vorbild für nachhaltige Mobilität und Energieversorgung im postfossilen Zeitalter zu werden.“

Dr. Francesco Sindico

Was reizt Sie an dem Projekt?

Ich beschäftige mich seit Längerem damit, welche Rolle Inseln als Vorreiter der technologischen, wirtschaftlichen und ökologischen Veränderung spielen können. Astypalea hat die Möglichkeit, ein Vorbild für nachhaltige Mobilität und Energieversorgung im postfossilen Zeitalter zu werden. Je weiter das Projekt voranschreitet, desto mehr werden wir fragen: Welche Lehren lassen sich auf andere Inseln, Regionen oder Städte übertragen? Das ist eine äußert spannende Aufgabe.

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