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Chef-Stratege Döllner: Starke Plattformen sichern den Erfolg

Interview mit Gernot Döllner, Leiter Konzernstrategie

E-Antrieb, Digitalisierung und autonomes Fahren verändern die Mobilitätswelt fundamental. Mit der neuen Strategie „NEW AUTO – Mobility for Generations to Come“ hebt der Volkswagen Konzern die Transformation auf die nächste Stufe. Gernot Döllner, Leiter Konzernstrategie, erklärt die Neuausrichtung.

Auf den Punkt gebracht: Was verändert sich durch „NEW AUTO“ im Volkswagen Konzern?

Unsere E-Offensive läuft – der nächste, noch größere Schritt ist die umfassende Digitalisierung unserer Produkte. Mit „NEW AUTO“ richtet sich das Unternehmen konsequent darauf aus. Wir bauen neue Kompetenzen auf und schaffen noch bessere Voraussetzungen für konzernweite Plattform-Lösungen.

Um welche Plattformen geht es?

Auf der Hardware-Seite werden die Marken künftig einen einheitlichen Baukasten vom A0-bis zum Premium-Segment nutzen. Im Software-Bereich entwickeln wir unter Führung von CARIAD eine gemeinsame Elektronikarchitektur für den ganzen Konzern. Eine Plattform für Batterie & Laden soll die Kosten massiv senken und Volkswagen zu einem führenden Batteriehersteller machen sowie kundenorientierte Ladelösungen anbieten. Die vierte große Plattform bündelt die Mobilitätsdienste der Konzernmarken und stellt sie über eine Mobilitäts-App bereit.

Ist Volkswagen künftig mehr Mobilitätsanbieter als Autohersteller?

Die Fahrzeuge bleiben der Kern des Geschäfts – aber digitale Angebote werden immer wichtiger. Bislang stand die Auslieferung eines fertigen Produkts im Mittelpunkt. Das wird sich radikal wandeln. Käuferinnen und Käufer werden beispielsweise die Software ihrer Autos regelmäßig updaten und upgraden können. Für uns als Unternehmen bedeutet das, die Software-Kompetenz massiv auszubauen. Bis 2025 wird der Konzern den Eigenanteil an der Software-Entwicklung im Auto von heute 10 Prozent auf 60 Prozent erhöhen.

„Die Fahrzeuge bleiben der Kern des Geschäfts – aber digitale Angebote werden immer wichtiger.“

Gernot Döllner

Der Volkswagen Konzern verfügt über viele starke Marken, die eigene Strategien verfolgen. Wie spielen Konzernstrategie und Marken zusammen?

Eine zukunftsorientierte und mutige Konzernstrategie und starke Marken ergänzen sich sehr gut. Die Marken pflegen die Beziehungen zu den Kundinnen und Kunden. Sie bieten ihre faszinierenden Modelle und Mobilitätsleistungen am Markt an. Der Konzern hat zwei zentrale Funktionen: Zum einen ist er dafür verantwortlich, dass die Modellportfolios der Marken ein optimales Gesamtangebot ergeben. Zum anderen sorgt er dafür, dass die Marken gemeinsame Plattformen nutzen. Das bedeutet nicht, dass der Konzern diese Plattformen selbst entwickeln muss. Das kann auch unter Federführung einer Marke passieren – aber es muss geschehen. Starke Plattformen erschließen Synergien und tragen dazu bei, den Wandel zu finanzieren. Sie sichern den Erfolg des Konzerns.

Können Sie das an einem Beispiel erklären?

Bislang nutzen wir im Konzern für unsere Elektrofahrzeuge zwei Plattformen: den Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) und die Premium Platform Electric (PPE). Die nächste Generation reiner Elektroautos wird auf einer einheitlichen Plattform entstehen, in der wir die zentralen Zukunftstechnologien bündeln. Wir sprechen von der Scalable Systems Platform, kurz SSP. Die SSP erlaubt uns schnelle Innovationen und ist der Schlüssel für das autonome Fahren. Zugleich heben wir große Skaleneffekte, denn über einen Lebenszyklus können auf Basis der SSP mehr als 40 Millionen Fahrzeuge aller Marken und Segmente gebaut werden.

„NEW AUTO“ steht. Was tut ein Konzernstratege im laufenden Geschäft?

Da ist genug zu erledigen. (lächelt) Die nächsten Monate werden wir nutzen, um Messgrößen und Meilensteine für die Umsetzung von „NEW AUTO“ festzulegen. Außerdem werden wir bis zum Herbst zusätzliche Konzerninitiativen für wichtige Märkte und Regionen erarbeiten. Ganz nebenbei wandelt sich auch die Strategieabteilung: Anders als meine Vorgänger bin ich für die Unternehmens- und die Konzern-Produktstrategie parallel verantwortlich. Dadurch können wir uns noch ganzheitlicher und schlagkräftiger aufstellen. Darüber hinaus möchte ich die Strategiearbeit durchlässiger machen und für Talente aus dem Unternehmen öffnen. Wer gute Ideen hat, den laden wir zur Mitarbeit an Projekten ein.

Wie stellen Sie sich Ihre persönliche Mobilität 2030 vor?

Das Auto ist für mich unübertroffen, um das Bedürfnis nach individueller Freiheit zu erfüllen. Das wird auch 2030 gelten. Allerdings denke ich, dass ich das Auto anders nutzen werde als heute: Wenn es mir Spaß macht, werde ich das Lenkrad selbst in die Hand nehmen. Auf langen Touren werde ich das Steuer häufig dem Fahrzeug überlassen, während ich entspanne oder die Zeit zum Arbeiten nutze. Über meine bevorzugte Mobilitätsplattform werde ich zu speziellen Anlässen Fahrzeuge nach meinen Bedürfnissen buchen – sei es ein Robotaxi in der Stadt oder ein Cabrio, wenn ich im Urlaub bin.

Zur Gernot Döllner

Gernot Döllner ist seit 1. Mai 2021 Leiter Konzernstrategie, Leiter Konzern Strategie Produkt und Leiter des Generalsekretariats der Volkswagen AG. Zuvor verantwortete er die Bereiche Produkt und Konzept der Porsche AG. Döllner ist seit 1993 im Volkswagen Konzern tätig.

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